Bonsai-Info.net

Informationen zur Pflege und Gestaltung von Bonsai

Bonsai, Zwergbäume ostasiatischer Herkunft, haben sich seit langem auch einen Platz in der westlichen Welt erobert. Der Faszination, welche von diesen kleinen Bäumen ausgeht, kann sich kaum jemand entziehen. Leider ist das Wissen um die richtige Pflege von Bonsai aber nicht so weit verbreitet, wie es das Angebot zahlreicher Bonsai-Händler vermuten läßt.

Auf Bonsai-Info.net habe ich einige Informationen zur Pflege und Gestaltung von Bonsai zusammengetragen, welche Dir möglicherweise von Nutzen sind. So findest Du hier Bonsai-spezifische Pflegehinweise aber auch grundlegende Informationen, Buchempfehlungen und weitere Bonsai-Themen.

Bonsai-Werkzeug: Sichelmesser

Zubehör für Bonsai: Sichelmesser Das Sichelmesser gehört zu den weniger bekannten Bonsai-Werkzeugen. Die scharfe Klinge dient dazu, einen Bonsai zum Umpflanzen aus seiner Schale zu lösen. Für einen Bonsai-Freund gehört das Sichelmesser nicht zu den wichtigsten Werkzeugen, in den meisten Fällen wird eine Gartenhippe oder ein Okuliermesser denselben Zweck erfüllen können.

Dennoch bietet das Sichelmesser gegenüber anderen Messern gewisse Vorteile in der Handhabung. Bei der Arbeit am Bonsai kommt es nämlich nicht nur darauf an, sowohl den Baum als auch die Schale zu schützen, eine sichere Handhabung der scharfen Klinge vermindert auch die Verletzungsgefahr des Bonsai-Freundes selbst.

Weiterlesen: Bonsai-Werkzeug und ZubehörSichelmesser

Hieracium aurantiacum als Beisteller

Vorschaubild: Hieracium aurantiacum

Das Orangerote Habichtskraut gehört zur Untergattung der Mausohr-Habichtskräuter und ist eine anspruchslose Wildstaude, welche sich gut in einer Akzentschale kultivieren läßt. Zur Blütezeit erfreut die Staude durch eine auffällige Farbe.

Hieracium aurantiacum aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) ist in den europäischen Gebirgen heimisch, aber inzwischen in zahlreiche Gebiete verschleppt worden und an zahlreichen nährstoffarmen Standorten zu finden.

Weiterlesen: Kusamono und ShitakusaHieracium aurantiacum

»Trophy 2023« - Bilder einer Ausstellung

Vorschaubild: Trophy 2023

Das bedeutendste regelmäßig veranstaltete Bonsai-Event Europas: Die »Trophy« in Genk ist für mich der Beginn eines jeden Bonsai-Jahres. Die Bonsai Association Belgium lädt ein und zahlreiche Künstler präsentieren im Februar die schönsten Bäume.

Seit Jahren besuche ich diese Ausstellung regelmäßig und nehme mir zwei Tage Zeit, die einmaligen Exponate zu betrachten. Auch stöbere ich durch den großen Händlerbereich. Selbst wenn ich mir vornehme, nichts zu kaufen: Mit leeren Händen kehre ich nicht nach Hause zurück. Und letztendlich ist man auf der »Trophy« nie allein. Ob man sich fest verabredet hat oder nicht: Bereits persönliche Freunde oder Internetbekanntschaften - sie sind auch alle dort. Eine gute Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und bereits bestehende zu pflegen.

Weiterlesen: Bonsai-Events:Die »Trophy 2023«

Selbstklimmender Bonsai

Parthenocissus, Jungfernrebe, als Bonsai gestaltet

Einen Bonsai aus Parthenocissus tricuspidata bekommt man äußerst selten zu Gesicht. Und wenn, steht sofort die Frage im Raum: »Eine Kletterpflanze? Daraus soll ein Bonsai werden?« In der Tat sind die Jungfernreben, eine Gattung aus der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae), Kletterpflanzen und Parthenocissus tricuspidata zudem die einzige Art, welche ohne jede Rankhilfe auskommt. Daher wird diese Art auch oft zur Fassadenbegrünung verwendet.

Das es durchaus gelingt, aus einem derartigen Gewächs einen Bonsai zu gestalten, beweisen die gelegentlich auf Ausstellungen zu bewundernden Exemplare. Es benötigt allerdings eine lange Zeit. Als Ausgangsmaterial können im übrigen bei Fassadensanierungen ausgegrabene Jungfernreben dienen, nicht selten wurden diese bereits mehrfach stark zurückgeschnitten und haben einen mächtigen Wurzelansatz. Ich persönlich nenne eine derartige Ausgangspflanze übrigens »Großstadt-Yamadori«.

Weitere Bonsai-Tipps: BaumschuleParthenocissus tricuspidata

Wacholder-Bonsai

Wacholder (Juniperus) als Bonsai gestalten Die meisten Arten der Gattung Juniperus gedeihen ausgezeichnet auf trockenen, sandigen, nährstoffarmen Böden. Große Vorkommen findet man hauptsächlich in Heidelandschaften, aber auch der Steppe und Halbwüsten. Da der Wacholder für weidende Tiere unverträglich ist, stellt Juniperus nicht selten den einzigen Baumbestand stark beweideter Flächen dar.

Wacholder-Bonsai stehen am besten an einem sonnigen und luftigen Platz im Freien. Im Sommer sollte der Juniperus vor der direkten Mittagssonne geschützt werden, im Winter benötigt der Bonsai je nach Art einen leichten bis mittleren Schutz vor starkem Frost.

Weiterlesen: BaumschuleJuniperus-Arten

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